Welten vernetzen - Der Geodäsie Podcast
Wenn Satelliten fehlen: Vermessung im wassergefüllten Stollen
Folge 21
Welten vernetzen
Welten vernetzen - Der Geodäsie Podcast
Wenn Satelliten fehlen: Vermessung im wassergefüllten Stollen
Folge 21
Wenn unter Tage vermessen wird, gelten andere Regeln: kein GNSS, kaum Licht, Wasser bis zur Hüfte – und dennoch der Anspruch auf präzise, verlässliche Geodaten. In dieser Folge von Welten vernetzen nehmen Susanne Kleemann und Christopher Nagel ihre Hörerinnen und Hörer mit in den untertägigen Raum des Oberharzes. Zu Gast ist Jens-André Paffenholz, Professor an der TU Clausthal und Experte für geodätische Anwendungen im Bergbau.
Im Mittelpunkt steht ein außergewöhnliches Forschungsprojekt: das Monitoring des historischen Ernst-August-Stollens, eines über 30 Kilometer langen Wasserlösungsstollens. Paffenholz erläutert, warum klassische Vermessungskonzepte hier an ihre Grenzen stoßen und wie mobile Multisensorsysteme, schwimmende Plattformen und grüne Lasertechnologie neue Wege eröffnen. Eine technische Herausforderung, die komplexes Post-Processing und interdisziplinäre Zusammenarbeit erfordert.
Die Folge zeigt eindrucksvoll, wie Geodäsie als verbindende Disziplin wirkt: zwischen Bergbau, Geomechanik, Hydrogeologie und Informatik. Diskutiert werden nicht nur Fragen der Datenerfassung und Sensorfusion, sondern auch die Vision eines digitalen Zwillings des Stollens und mögliche zukünftige Nutzungen, etwa für Wasserwirtschaft, Energiespeicherung oder Infrastrukturmonitoring.
Ein Podcast für alle, die erfahren möchten, wie vielseitig moderne Geodäsie ist – und warum präzise Geodaten selbst dort unverzichtbar sind, wo es dunkel, eng und nass wird.
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