In der öffentlichen Geoinformationsverwaltung nimmt die Verwendung von Erdbeobachtungsdaten (EO-Daten) stetig zu. Typische Anwendungen liegen im Bereich des Umweltmonitorings sowie des Natur- und Gewässerschutzes. Neben der Untersuchung von Vegetationsbeständen und der Analyse von Algenbelastungen in öffentlichen Gewässern werden EO-Daten zum Beispiel auch zur Analyse von Hitzebelastungen im urbanen Raum eingesetzt. Außerdem werden Methoden der Radarinterferometrie zur Analyse von Bodenbewegungen im Millimeterbereich eingesetzt. EO-Daten stehen damit über die gesamte Bandbreite der verfügbaren Sensoren gut in der Anwendung.
6. Erdbeobachtung und Umweltmonitoring
News
Technische Details (Deep Dive)
KI-gestützte Aktualisierung des ATKIS-Basis-DLM
Innovativ sind Untersuchungen zum KI-basierten Einsatz von EO-Daten zur Aktualisierung des ATKIS-Basis-DLM. Ziel ist es, die Vorgaben zur Erhöhung der Aktualisierungsfrequenz trotz begrenzter finanzieller Mittel und eingeschränkter personeller Ressourcen zu erfüllen. Künstliche Intelligenz soll hierbei durch die automatisierte Analyse digitaler Orthofotos die bestehenden, bereits optimierten Arbeitsabläufe bei der Erhebung des ATKIS-Basis-DLM, etwa durch automatisierte Identifizierung von Waldübergangsflächen, sinnvoll ergänzen und beschleunigen.
Sensorfusion in der Erdbeobachtung
Auch im Bereich der Erdbeobachtung ist der Trend zur Sensorfusion von Bedeutung. Hier betrifft dies beispielsweise die Integration unterschiedlicher Sensortechnologien in einer gemeinsamen Plattform. Moderne EO-Sensoren kombinieren zunehmend mehrere Messverfahren, wie beispielsweise hyperspektrale und thermale Infrarotsensoren, in einer gemeinsamen Plattform. Ein solches System ist exemplarisch in der Abbildung dargestellt. Die Effizienzsteigerung durch die Sammlung mehrerer Datentypen in einem Flug oder Orbit sowie ein Gewinn an Erkenntnissen durch die gemeinsame Auswertung sind besonders relevant für Anwendungen in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Umweltmonitoring.



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