In den letzten Jahren war Building Information Modeling (BIM) eines der wichtigsten Themen im Bereich der Digitalisierung der bebauten Umwelt. Die Diskussionen konzentrierten sich in diesem Jahr zunehmend auf die Integration von BIM und GIS sowie auf die Verknüpfung von BIM mit dem gesamten Lebenszyklus von Bauwerken und Infrastruktur, einschließlich Bereichen wie Kostenplanung (Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung, kurz AVA), IoT-Integration, Survey-to-BIM und Scan-to-BIM.
2. Building Information Modeling
News

Technische Details (Deep Dive)
Integrierte digitale Plattformen und Kollaboration
Die Mehrheit der Anbieter tendiert heute dazu, integrierte digitale Plattformen zu entwickeln. Im Bereich BIM für Infrastruktur ist dies besonders deutlich zu erkennen, da neue Lösungen zunehmend Punktwolkendaten, digitale Geländemodelle und andere Datensätze integrieren, um eine kollaborative Planung, Ausführung und Übergabe zu ermöglichen. Gleichzeitig hat sich der Trend zu webbasierten Plattformen durchgesetzt, die den Nutzern einen einfacheren Zugang, Interaktion in Echtzeit und kollaborative Funktionen bieten, ohne dass sie auf leistungsstarke lokale Hardware angewiesen sind.
KI-Anwendungen und die Zukunft von Scan-to-BIM
Ebenfalls findet Künstliche Intelligenz Anwendung in BIM. In Scan-to-BIM-Implementierungen werden verbesserte Modelle zur Segmentierung und Klassifikation von Punktwolken eingesetzt. Derzeit stehen weiterhin Vergleiche zwischen Planung (as-planned) und aktuellem Zustand (as-built) im Vordergrund. Der Einsatz von KI-Methoden soll hierbei Abhilfe schaffen und zum Beispiel überflüssige Elemente aus Innenraum-Punktwolken automatisiert entfernen, um nur bauwerksrelevante Punkte für die weiteren Verarbeitungs- und Auswertungsschritte zu erhalten. Die detaillierte Ableitung von 3D-Geometrien mit zugehörigen semantischen Informationen stellt weiterhin eine signifikante Herausforderung dar. Ein substanzieller und transformativer Durchbruch im gesamten Scan-to-BIM-Prozess ist allerdings gegenwärtig nicht erkennbar. Dies gilt auch für den Einsatz von KI-Assistenten, welche eine Randerscheinung darstellen, obwohl einige Anbieter das Potenzial für leichteres Finden der richtigen Werkzeuge oder auf den User zugeschnittene Informationen aus der Dokumentation sehen.
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