„Real World, Real Data, Real Decisions": Wie KI die Geoinformationsbranche verändert
Pressekonferenz vom 16. September 2026 · Messe München
Zur Halbzeit der INTERGEO 2026 in München zogen Veranstalter und Industrie unter dem Motto „Real World, Real Data, Real Decisions" Bilanz. Im Zentrum stand die Frage, wie aus immer präziseren Geodaten tatsächlich bessere Entscheidungen werden – und welche Rolle Künstliche Intelligenz dabei künftig spielt. Statt starrer Programmierung setzen die Anbieter zunehmend auf trainierte KI-Systeme, offene Datenplattformen und teils autonom handelnde Agenten, etwa in der Bauüberwachung, bei digitalen Zwillingen oder im Katastrophenschutz.
Dabei waren
Prof. Dr.-Ing. Rudolf Staiger, Präsident der DVW e.V. – Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement, Organisator der INTERGEO Conference
Ralf Mosler, Autodesk, zu offenen Branchenplattformen und KI-Assistenzsystemen
Boris Skopljak, Senior Vice President Geospatial bei Trimble, zur Plattform Trimble Connect
Bernhard Richter, Hexagon Geomatics
Marko Prisky, Esri Deutschland, zu digitalen Zwillingen und KI-Agenten
Olaf Freier, HINTE Expo & Conference, zur Organisation der INTERGEO
Was bedeutet das für die Branche
Die Diskussion zeigte einen doppelten Wandel: Technisch verschiebt sich die Branche von reiner Datenerfassung hin zu KI-gestützten Systemen, die Entscheidungen vorbereiten oder in klar abgegrenzten Fällen sogar selbst treffen – der Mensch bleibt dabei nach Einschätzung aller Beteiligten vorerst unverzichtbar, gerade weil es noch an Kompetenzen fehlt, KI-Ergebnisse zuverlässig zu validieren. Wirtschaftlich wächst der Druck zur Zusammenarbeit zwischen eigentlich konkurrierenden Anbietern, weil Kunden durchgängige Datenflüsse statt isolierter Insellösungen verlangen. Offene Standards und Plattform-zu-Plattform-Austausch dürften damit zum eigentlichen Wettbewerbsfeld der kommenden Jahre werden – nicht mehr einzelne Produkte.


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