Im Plenarsaal des Dresdner Rathauses fand mit den Digitalen Welten 2026 eine gemeinsame Fachveranstaltung zahlreicher geodätischer, kartographischer und ingenieurwissenschaftlicher Akteure statt. Das große Interesse zeigte sich bereits im Vorfeld: Mit über 200 Anmeldungen war der Kongress nahezu ausgebucht.
Digitale Welten 2026
Ein facettenreicher Blick auf die digitale Geodäsie

Das Vortragsprogramm war thematisch breit aufgestellt und spiegelte eindrucksvoll die inter- und transdisziplinäre Vielfalt der Geodäsie wider. In mehreren thematischen Blöcken wurden unter anderem Digitale Zwillinge in unterschiedlichen Anwendungsfeldern, Geodaten als Infrastruktur, Mobile-Mapping-Verfahren, Metadaten und KI, OpenStreetMap, kartographische Angebote sowie aktuelle studentische Arbeiten vorgestellt.
Auch wenn nicht jedes Thema in voller fachlicher Tiefe erschlossen werden konnte – was bei dieser Bandbreite kaum möglich ist –, waren die Beiträge insgesamt gut nachvollziehbar, anschaulich aufbereitet und stark an der Praxis orientiert. Besonders eindrucksvoll war zu sehen, welche technologischen Fortschritte in den vergangenen Jahren erzielt wurden und welche Lösungen inzwischen tatsächlich praxistauglich eingesetzt werden können.
Begleitet wurde das Vortragsprogramm von einer umfangreichen Fachausstellung. Zahlreiche Aussteller nutzten die Gelegenheit, ihre Leistungen und Produkte zu präsentieren. Die Ausstellung erwies sich als wertvolle Ergänzung: Viele Gespräche entstanden ganz zwanglos zwischen den Programmpunkten, oft mit direktem Bezug zu den zuvor gehörten Vorträgen.
Ein wesentlicher Bestandteil der Veranstaltung waren zudem die Pausen und das abschließende Come-Together. Sie boten Raum für fachlichen Austausch, Vernetzung und persönliche Gespräche – ein Aspekt, der gerade bei interdisziplinären Veranstaltungen von besonderer Bedeutung ist.
Insgesamt hinterließ der Kongress einen sehr positiven Eindruck. Die Digitalen Welten 2026 haben gezeigt, wie breit, dynamisch und zukunftsorientiert sich die Geodäsie heute aufstellt – zwischen Wissenschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Anwendung. Die Veranstaltung machte deutlich: Digitale Transformation ist längst keine abstrakte Vision mehr, sondern gelebte Praxis in vielen Bereichen unseres Berufsbildes.
Sven-Eric Fischer







