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Gewässervermessung bei der Bundesanstalt für Gewässerkunde

Exkursion der Bezirksgruppe Koblenz-Montabaur

Die Herbstexkursion der Bezirksgruppe Koblenz-Montabaur führte am 6. Oktober 2026 zur Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz. 17 Kolleginnen und Kollegen kamen zusammen, um sich über die vielfältigen Aufgaben und Messverfahren sowie die aktuellen technischen Entwicklungen in der Gewässervermessung zu informieren.

Die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) ist das wissenschaftliche Institut des Bundes auf den Gebieten der Hydrologie, der Gewässernutzung, der Gewässerbeschaffenheit, der Ökologie und des Gewässerschutzes. Das Tätigkeitsfeld der BfG erstreckt sich insbesondere auf die Bundeswasserstraßen, d.h. die großen Flüsse, Kanäle und Küstengewässer an Nord- und Ostsee.

Die BfG beschäftigt nahezu 500 Expertinnen und Experten aus ca. 50 wissenschaftlichen Disziplinen. Diese arbeiten in hohem Maße interdisziplinär zusammen und bringen so bei den zahlreichen Forschungs- und Entwicklungsaufgaben der BfG gemeinsam ihr jeweiliges spezielles Fachwissen ein.

Herr Dr.-Ing. Thomas Artz, der Leiter des Referats Geodäsie und Fernerkundung gab einen Überblick über das umfangreiche geodätische Aufgabenspektrum bei der BfG. U.a. betreibt die BfG ein Netz von GNSS-Permanentstationen, vorwiegend an Pegeln im Bereich der deutschen Küsten. Zur Vermessung der topographischen Gestalt der Gewässerbetten und Meeresböden kommt neben dem traditionellen Echolot-Verfahren vom Schiff aus neuerdings auch drohnenbasiertes Laserscanning (sog. Bathymetric Airborne Lasersanning) zum Einsatz. Auch für Aufgaben der Fernerkundung im Bereich der Gewässer werden mittlerweile Drohnen mit verschiedensten Sensoren eingesetzt.

Anschließend demonstrierten BfG-Mitarbeiter einige spezielle Messgeräte und -verfahren der Gewässervermessung und gaben einen Einblick in den aktuellen Stand und die Weiterentwicklung der Drohnenvermessung der BfG mit multispektraler Sensorik. Die beiden dabei gezeigten Drohnen waren von beeindruckender Größe und Leistungsfähigkeit. Schließlich wurden das für Zwecke der Hydrometrie an den Bundeswasserstraßen entwickelte Messboot „Q“ praktisch vorgestellt und seine aktuelle Weiterentwicklung erläutert.

Es war eine tolle Führung und das, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu hören und zu sehen bekamen, war ausnahmslos hochinteressant, informativ und äußerst kurzweilig. Wie spannend das alles war, erkennt man auch daran, dass die eigentlich auf eineinhalb Stunden angesetzte Veranstaltung selbst nach zwei Stunden nur mit leichtem Nachdruck zum Ende gebracht werden konnte.

Der Vorsitzende der DVW-Bezirksgruppe Koblenz-Montabaur bedankte sich zum Schluss bei allen Vortragenden. Unter augenzwinkerndem Hinweis darauf, dass an den Hängen rechts und links der Bundeswasserstraßen bekanntlich oft Wein angebaut wird, überreichte er als kleines Dankeschön des DVW eine Kiste mit Moselwein.

Ein Teil der Teilnehmergruppe traf sich anschließend zum Ausklang im - vom Namen her zum Thema der Exkursion passend - Restaurant Pegelhaus direkt am Koblenzer Rheinufer.

Bildimpressionen

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Teilnehmer der Exkursion hören dem Vortrag interessiert zu
Teilnehmer der Exkursion hören dem Vortrag interessiert zu
Dr.-Ing Thomas Artz gibt einen Überblick über die geodät. Arbeiten bei der BfG
Ein Mitarbeiter der BfG erläutert die Drohnen-Vermessung
Vermessungsdrohne
Eine Mitarbeiterin der BfG erläutert das Konzept des Messboots „Q“
Wissenschaftlicher korrekter Unterschied zwischen Abfluss und Durchfluss
Gruppenbild aller Teilnehmenden