Direkt zum Inhalt

Mitgliederversammlung des DVW Berlin-Brandenburg e.V.

Vereinsnachrichten

Am 16. April 2026 war es soweit und die ordentliche Mitgliederversammlung für das zurückliegende Geschäftsjahr fand in Potsdam statt. Für die Mitglieder des DVW BE/BB ein jährliches Highlight, geht es doch darum das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und die Ideen und zukünftigen Schwerpunkte auszutauschen und festzulegen.

Eindrücke der Mitgliederversammlung

Entsprechend groß war das Interesse der Teilnehmenden und bot auch im Nachgang beim geselligen Ausklang noch jede Menge Gesprächsstoff und Zeit für individuelle Glückwünsche. Über letztere konnten sich zum einen Mitglieder freuen, die bereits seit vielen Jahren Mitglied im DVW BE/BB sind und den Verein fördern. Zum anderen konnten sich diejenigen freuen, die durch die Mitgliederversammlung gewählt wurden: Martin Paar ist zum Kassenprüfer wiedergewählt worden; Sven Weisbrich ist als Beauftragter für die Lehrbuchsammlung wiedergewählt worden. Beide haben ihre Funktionen seit über 10 Jahren inne. Dr. Sebastian Kropp wurde neu als Beisitzer in den Vorstand gewählt; er war in den vergangenen Jahren bereits in verschiedenen DVW-Arbeitskreisen aktiv. Für die Übernahme von Verantwortung und ihr Engagement für den Verein dankte die Mitgliederversammlung ganz besonders, denn die Übernahme von ehrenamtlichen Funktionen ist alles andere als selbstverständlich.

Aus Sicht des Vorstands standen zudem die wirtschaftliche Situation des Landesvereins und der Geschäftsbericht im Fokus, zumal es in den Aktivitäten des Vereins einige Neuerungen gab, die auch weiterhin fortgesetzt werden sollen. So sollen die Kolloquien, bislang fester Bestandteil der Vereinsarbeit, durch weitere Veranstaltungsformate und flexible Termine schrittweise erweitert werden. Erste positive Erfahrungen konnten bereits mit Netzwerktreffen, Online-Veranstaltungen und Vorträgen an außergewöhnlichen Orten wie dem historischen Kartenlesesaal der Staatsbibliothek zu Berlin gesammelt werden. Ziel dieser Flexibilisierungen ist es, durch die Aktivitäten Interessenten zu gewinnen, die sich in der Vergangenheit inhaltlich nicht angesprochen fühlten, oder es aus Zeitgründen nicht einrichten konnten. In den Blick werden dabei auch junge und neue Mitglieder genommen, denn Nachwuchs braucht nicht nur die Branche, sondern auch der Verein. Entsprechend vielfältig sind die Beteiligungen und Aktivitäten des Landesvereins BE/BB: Vom Tag der Geodäsie bis hin zur Förderung von Studierenden reicht das Spektrum. Neu reiht sich hier auch eine Initiative des Landesvereins Sachsen-Anhalt ein: Studierenden der Hochschule Anhalt in Dessau wird, wenn genügend Studierende Mitglied im DVW sind, ein Jahrgangspullover gesponsert. Eine tolle Aktion, an der sich der Landesverein BE/BB gern beteiligt und die sich sicherlich auch auf andere Hochschulen übertragen lässt.

Breiten Diskussionsraum hat bei den Mitgliedern die Frage eingenommen, wie staatsnah der DVW mit seinen Mitgliedern und Funktionären in der Zeit des Nationalsozialismus war, wie damit in der heutigen Zeit umgegangen werden soll, welche Verantwortung daraus für die aktuellen Mitglieder entsteht sowie ob und in welcher Form die mahnende Erinnerung daran bzw. Leitgedanken für das heutige Zusammenwirken im Verein ausgestaltet werden sollten. Die ausführliche Auseinandersetzung mit Hilfe eines externen Gutachters und die daraus entstandenen Veröffentlichungen in der zfv und der Podcast wurden gewürdigt und hervorgehoben. Die Diskussion wird in BE/BB im laufenden Jahr fortgesetzt. Auch Änderungen der Satzung werden in den kommenden Monaten unter Einbeziehung der Mitglieder diskutiert werden mit dem Ziel, die Satzung aktuellen Erfordernissen wie zum Beispiel einer veränderten Zusammensetzung des Vorstands anzupassen. Denn klar ist: Für einen starken Berufsstand braucht es ein stabiles Netzwerk aus Expertinnen und Experten, die sich in geeigneter Weise in den Verein einbringen können, damit das Wissen und Können der Geo‘s weiter und breiter in die Institutionen, Unternehmen, Behörden und Organisationen getragen werden kann, damit der Berufsstand noch sichtbarer wird mit all seinen Verknüpfungen zu den Fachdisziplinen, für die Geoinformationen eine unverzichtbare Referenz sind.